• Ausst.: Menschen in der Wallstraße Aurich

Sonderausstellung: „Menschen in der Wallstraße“

Verlängert bis zum 10. April 2023
Sa
12.03.2022
Mo
10.04.2023
Historisches Museum Aurich
Burgstraße 25, 26603 Aurich

Menschen in der Wallstraße - die Sammler Elisabeth Janßen und Karl-Heinz Langhoff

1517 wurde Aurich erweitert: Die „Neustädter Straße“ führte von der Osterstraße zum nördlichen Wall. Handwerker und Kaufleute siedelten sich an, unter ihnen jüdische Händler und Schlachter. Unter Bürgermeister Christian Blanke entstand ein zusätzlicher Gang, die Blanken Warf. Von hier in Richtung Wallmühle wurden kleine bezahlbare Häuser errichtet,
die kleineren Handwerkern und Händlern eine Existenz ermöglichten.

1870 erhielt die Straße ihren heutigen Namen „Wallstraße“. Auricher und Auricherinnen sprachen von der „Jödenstraat – Judenstraße“. Heute weist die große Anzahl der Stolpersteine, die in der Wallstraße verlegt wurden, darauf hin, dass hier einst jüdische Familien lebten. Seit Ende Januar 1940 war der größere Teil der noch in Aurich ansässigen jüdischen Familien insbesondere hier in wenigen Häusern der Wallstraße gesammelt untergebracht. Von hier aus waren sie ihres Zuhauses beraubt, aus Ostfriesland vertrieben,
in die Vernichtungslager abtransportiert und ermordet worden.

Die Ausstellung will Geschichte(n) aus der Auricher Wallstraße erzählen.
Sie zeigt alltägliche und besondere Gegenstände, die mit Erlebnissen und Erinnerungen verknüpft sind. Im Mittelpunkt stehen zwei Sammler: Elisabeth Janssen, geboren 1927 und aufgewachsen im Wohn- und Geschäftshaus „Colonialwaren A. J. Dieken“ in der Wallstraße 26, und Karl-Heinz Langhoff, geboren 1943 in Berlin und aufgewachsen im Wohn- und Gasthaus „Halber Mond“ in der Wallstraße 42. Gemeinsam mit anderen vermitteln die beiden Sammler ihre Sicht auf die Dinge und auf die Geschehnisse.

Weitere Informationen:

www.museum-aurich.de

Historisches Museum Aurich, Burgstr. 25, 26603 Aurich

Telefon: 04941-123600

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